JKP 2014

Der Jugend-Kultur-Preis des Landes wurde im Frühjahr 2014 zum 18. Mal ausgeschrieben. Kinder und Jugendliche, junge Künstlerinnen und Künstler aus Sachsen-Anhalt bis 27 Jahre waren aufgerufen, sich an diesem Wettbewerb mit eigenen kulturellen Beiträgen zu beteiligen.

Wie in den vergangenen Jahren wurde das Motto von den Jurymitgliedern und Mitarbeiter_innen des Kultusministeriums ausgewählt. In gewohnter Weise bot das Motto „ReBellen“ zahlreiche Assoziations- und Interpretationsmöglichkeiten.

Kurzbeschreibung der Preisträger_innen

PLATZ 1:

„Das blutende Schwert an der Liebfrauenkirche zu Halberstadt“
Projekt (Halberstadt)

Klasse 8b Reinhard-Lakomy-Schule
Schüler_innen: Dominik Stieger, Lisa Bauer, Kathrin Magiera, Kevin Nadazy, Justine Krüger, Philipp Bertram, Marco Kurth, Ronny Nagel

Kurzbeschreibung:
Im Rahmen des Kunstprojektes „Künstler an Schulen“ stellte die 8. Klasse der Lakomy – Schule – eine Schule für Kinder mit geistiger Behinderung – zum Thema „Sagen“ ein enormes Projekt auf die Beine. Zu der Halberstädter Sage „Das blutende Schwert an der Liebfrauenkirche“ erschuf die 8b ein eigenes Buch. Zunächst besuchten die Kinder dazu mehrfach die Liebfrauenkirche und setzten sich intensiv mit der Sage auseinander. Nachdem Skizzen angefertigt wurde, übertrugen die Kinder diese auf richtiges Papier. Dabei erworben sie viele künstlerische Kenntnisse, welche für Menschen ohne Behinderung normale Dinge sind, doch für diese Kinder oft unlösbare Probleme darstellen. Weiterhin wurden von den Schülern Texte angefertigt, das Buch selbstständig gebaut und Linolschnitte angefertigt. Außerdem entwickelten sie mithilfe des Computers das Buch zum Verkauf und Vervielfältigung. Es waren unzählige Arbeitsschritte notwendig und die Schüler lernten viel Neues dazu, machten viele Erfahrungen und gingen mit gestärktem Selbstbewusstsein hervor.

PLATZ 2:

„Der größte Regenbogen der Welt“
Literatur (Magdeburg)

Schulschreiber_innen der Grundschule „An der Klosterwuhne“ aus der 3. und 4. Klassenstufe (9 -10 Jahre):
Lisa Fischer, Angelina Insinger, Kenneth Sturm, Charlene Paul, Emelie Voigt, Celine-Sophie Springer, Celina Kaiser, Romy Mäß, Angelina Nolte, Lucy-Ann Bröckel, Isabelle Wagner, Anny Talina Koch, Brian Smith, Johannes Braun, Leon Wiegel, Angelina Wohlfahrt, Noah Apel, Jasmin Skrobek, Jasmin Ratzeburg, Lea Jacobi, Manuel Melchert, Judy Schilde

Kurzbeschreibung

„Der größte Regenbogen der Welt“ ist das Buch der knapp zwanzig Schulschreiber der Grundschule „An der Klosterwuhne“. Es bildet den Abschluss des vom Friedrich-Bödecker-Kreis unterstützten Projekts „Kindsein in Sachsen-Anhalt“. Der vorliegende Band enthält Gedichte und Geschichten aus der Schreibarbeit eines ganzen Schuljahres sowie selbst gemalte Illustrationen. Auch das Titelbild wurde von einem Schüler der Klasse 4b gezeichnet. Die Geschichten erzählen eigene, individuelle Erlebnisse aus dem Schulalltag. Dass es überhaupt gedruckt werden konnte, ist dem Förderverein der Klosterwuhne-Grundschule zu verdanken. Das Projekt stärkte die Akzeptanz der einzelnen Schüler und Schülerinnen, ihr Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl.

PLATZ 3:

„Die Flügel breiten – ein Trickfilmprojekt“
Medienkunst (Halle-Neustadt und Halle-Glaucha)

29 Kinder des Hortes am Heiderand: Leon, Lisa-Marie,Tom, Josephin, Lucian, Adrian, Lena, Börn, Jonas A., Fritz Florian, Leon, Derya, Endrina, Neve, Paula Maria, Louis, Malena, Paul, Ebube, Rayn, Nico, Nico, Anna, Michelle, Franziska, Karen, Benny, Sinan, Johannes
8 Kinder der Pestalozzischule Halle: Marcel, Ulrich, Stephanie, Patrick, Florian, Dominik, Tim, Lukas und Kinder der Kitagruppe „Froschkönig“ und „Schatztruhe“

Kurzbeschreibung
Das Projekt „Die Flügel breiten – ein Trickfilmprojekt“ wurde mit bildungsbenachteiligten Kindern aus dem Sozialraum Halle-Neustadt und mit lernbehinderten Kindern aus dem Sozialraum Halle-Glaucha realisiert. Den Kindern wurde über das komplexe Medium Trickfilm der spielerische Zugang zur Arbeit mit verschiedenen künstlerischen Mitteln ermöglicht. Ihnen wurde Raum gegeben ihre Wünsche und Hoffnungen sowie ihrem Lebensgefühl Ausdruck zu verleihen. Über kleine Trickfilmsequenzen wurden sie dabei nicht nur sichtbar, sondern auch hör- und (nach)erlebbar gemacht. Die Ideen zu den Trickfilmen wurden eigenständig von den Kindern entwickelt und umgesetzt. Während die Kinder an ihren kleinen Trickfilmen tüftelten, erwarben sie spielerisch neue Kompetenzen und Fähigkeiten und konnten sich in Bild, Wort, Bewegung und Ton ausprobieren. Am Ende wurden die entstandenen Werke öffentlich präsentiert. Die Kinder zeigten stolz ihr Können und gingen mit gestärktem Selbstbewusstsein aus dem Projekt hervor.